H13 Niederoesterreich Preis für Performance

Performance ist eine Darstellungsform – ebenso vielfältig wie unterschiedlich in Inszenierung und Inhalt – die in der österreichischen Kunst bereits eine lange Tradition hat und in den letzten Jahren einer zunehmenden kunsthistorischen Aufarbeitung unterzogen wird. Mit dem Kunstpreis H13 – Niederoesterreich Preis für Performance soll den performativen Arbeiten der jüngeren Generation spezielle Aufmerksamkeit zuteil werden. 

H13 2020

Die Ausschreibung für den "H13 Niederoesterreich Preis für Performance 2020" endete am 20.04.2020. Die Ausschreibung für das Jahr 2021 wird zeitgerecht bekannt gegeben.

 

Diesjährige Gewinnerin ist die Künstlerin Julischka Stengele. Die vierköpfige Jury, bestehend aus Katharina Brandl, Astrid Peterle, Stefanie Sourial und Luisa Ziaja, hat sich aus über 80 Bewerbungen für Stengeles Projekt BALLAST | EXISTENZ entschieden. Die Performance und die feierliche H13-Preisverleihung fanden am DO, 03.09.2020 im Kunstraum Niederoesterreich statt, von 04.09.2020 – 12.09.2020 war die begleitende Ausstellung zu sehen. 

 

Der H13 Niederoesterreich Preis für Performance wurde 2020 zum bereits 14. Mal vom Kunstraum Niederoesterreich vergeben. Ziel ist es, die Vielfalt der performativen Arbeiten von Künstler_innen in den Fokus zu rücken und dem interessierten Publikum zugänglich zu machen. Die Dotierung des Kunstpreises wurde dieses Jahr erstmalig auf € 5.000 erhöht. Es ist der einzige in Österreich verliehene Preis für Performance-Kunst als Medium der bildenden Kunst.

 

Jurystatement

„Julischka Stengeles Projekt BALLAST | EXISTENZ thematisiert die Doppeldeutigkeit des Begriffs Performance: Performance als gesellschaftlicher Leitbegriff für Leistung und Performance als künstlerisches Medium. Wer muss, wer darf und wer kann Leistung erbringen, gerade in Zeiten der COVID-19-Pandemie? Die Künstlerin bringt in der Performance aktuelle Fragen des Zusammenlebens auf den Punkt: Welche Körper werden, besonders in diesen Tagen, als Last verstanden? Wie kann Solidarität, wie kann Relationalität zwischen Körpern gedacht werden, wenn physical distancing das Gebot der Stunde zu sein scheint? Julischka Stengeles künstlerische Arbeit zeichnet sich, wie sie selbst sagt, durch unmissverständliches Eintreten für eine queere, feministische und body-positive Praxis aus. Der H13 Niederoesterreich Preis für Performance geht in diesem Jahr an eine Künstlerin, die als laute Fürsprecherin für Diversität in der Gegenwartkunst verstanden werden muss und die mit ihren Performances und kuratorischen Projekten die Wiener Kunstszene kompromisslos und kämpferisch bereichert hat.“

 

Der Jury des Jahres 2020 gehörten an:

  • Katharina Brandl (Künstlerische Leitung, Kunstraum Niederoesterreich)
  • Astrid Peterle (Kuratorin Performance, donaufestival)
  • Stefanie Sourial (Performance-Künstlerin)
  • Luisa Ziaja (Kuratorin für zeitgenössische Kunst, Bevedere 21)

 

 

ARCHIVIERUNG DER EINREICHUNGSUNTERLAGEN 

 

Der Kunstraum Niederoesterreich setzt sich für die verstärkte Tradierung und Archivierung von Performancekunst ein. Wir möchten einreichenden Künstler_innen die Möglichkeit bieten ihre Einreichungen unabhängig von der Prämierung mit dem H13 Performancepreis zugänglich zu machen. Durch die Zustimmung im Onlineformular erteilen die Bewerber_innen ihr Einverständnis, dass die digitalen Einreichungsunterlagen in das Archiv aufgenommen und ggf. veröffentlicht werden können.

Die Einreichung zum Performancepreis ist gänzlich unabhängig von der Zustimmung zur Archivierung!

 

Weitere Informationen zum Forschungsprojekt "Archivierung von Performancekunst" finden Sie hier.
Bestimmungen für die Archivierung der Einreichungsunterlagen finden Sie hier.

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