SYMPOSIUM Performing Memory
Symposium. Konzept: Julia Kläring, Virginie Bobin (bo-ring)
Konzept: Julia Kläring, Virginie Bobin (bo-ring)
Mit: Virginie Bobin, Giuseppe Chico, Bojana Cvejić, Carola Dertnig, Julia Kläring, Barbara Matijević, Alice Maude-Roxby, Andrea Salzmann und Studierenden der Performance-Klasse an der Akademie der bildenden Künste Wien: Katka Csanyiova, Lisbeth Kovacic, Veronika Merklein, Paula Pfoser
Vortragssprachen: Deutsch und Englisch
Performing Memory untersucht das Verhältnis von Performance zu Bild, Sprache und Objekt, das sich an Notationen, Dokumentationen, Rezeptionen und Wiederholungen ablesen lässt, und befragt die Verwendung von Dokumenten in der künstlerischen Praxis, mit einem spezifischen Blick auf die Performance als Werkzeug zur Herstellung und Vermittlung von Geschichte und Geschichten.
Dieses Symposium, das von Virginie Bobin und Julia Kläring (bo-ring) konzipiert wurde soll Raum für Diskussion schaffen, ausgehend vor allem von künstlerischen Herangehensweisen, welche die Performance-Kunst immer wieder einer kritischen Beobachtung unterziehen und das Medium und seine Geschichte in der Aufführung reflektieren.
ZEITPLAN
Einleitung:
Virginie BOBIN / Julia KLÄRING:
Performing Memory - Mediating Knowledge?
15.00 bis 15.40H
Performance: Carola DERTNIG: Dancereport, Accumulation and other Things..
15.50 bis 16.10H
Vortrag: Alice MAUDE-ROXBY: Being Present: Intersections of Production, Record and Memory
16.20 bis 17.10H
Performance: Andrea SALZMANN / Julia KLÄRING:
37 years too late - The Speech
17.20 bis 17.40H
30 min Pause
Performance: Barbara MATIJEVIĆ / Giuseppe CHICO:
I am 1984
18.00 bis 19.00H
Gespräch: Virginie BOBIN / Bojana CVEJIĆ:
Performativity in the making (of and on performance)
19.10 bis 19.50H
20.00H
DISKUSSION
ZU DEN BEITRÄGEN
Einleitung und Moderation: bo-ring (Virginie Bobin, Julia Kläring): Performing Memory – Mediating Knowledge ?
Die KuratorInnen stellen ihre Recherche vor, in der sie Performance als Medium zur Auseinandersetzung mit Geschichte/n und Wissensvermittlung befragen und die Verwendung von Dokumenten in Performances als Aktivierung kritischen Potentials.
Performance: Carola Dertnig: Dancereport, Accumulation and other Things..
„Ich denke es ist wichtiger eine Diskussion zu eröffnen, als ein sensationelles Ereignis zu erzeugen.“ (aus einem Interview mit bo-ring)
Vortrag: Alice Maude-Roxby
: Being Present: Intersections of Production, Record and Memory
Alice Maude-Roxby führte eine umfangreiche Untersuchung zur Performance-Fotografie statt. Sie publizierte Interviews mit FotografInnen wie Françoise Masson, Lisa Kahane und Babette Mangolte (unter anderen), und kuratierte Live Art on Camera (John Hansard Gallery Southampton, 2007)
Performance: Julia Kläring/Andrea Salzmann: 37 years too late - The Speech
mit Birgit Michlmayr und Stefan Geissler
Wir sind zu spät, wir haben die Performance verpasst.
37 Jahre nach der ersten Aufführung der "Selbstportraits(s)" von Gina Pane besteht jedoch die Möglichkeit die ungewöhnliche Rede der drei Teile "The Conditioning", "The Contraction", "The Rejection" zu sehen.
Sie sind unzweifelhaft dubiose Figuren, die sich gegenseitig widersprechen und die sich doch am Erinnern an den gemeinsamen Abend in Paris erfreuen.
Performance: Barbara Matijević/Giuseppe Chico: I am 1984
Eine pseudo-wissenschaftliche Reise durch das Jahr 1984 – aus der Perspektive unterschiedlicher Realitäten, oder eher verschiedener Ebenen von Fiktion – Ereignisse nationaler und Weltgeschichte, aber auch Science Fiction, Filme, 3D-Animation, genauso wie die virtuellen Welten des Internet und der Videospiele.
Gespräch: Virginie Bobin/Bojana Cvejić: Performativity in the making (of and on performance)
In Reaktion auf die vorangegangenen Performances fragen Performance-Theoretikerin Cvejić und Mit-Kuratorin Bobin nach den spezifischen Möglichkeiten von Performance als Werkzeug zur wiederholten Übertragung von Geschichte in die Gegenwart und dem politischen Gehalt einer solchen Herangehensweise. Ausgehend von der performativen Herstellung alternativer Erzählungen, möchten sie auch über die Produktion eines Diskurses über Performance innerhalb deren eigener Zeitspanne und Raum nachdenken.
Live-Transkription: Ein Experiment von Katka Csanyiova, Lisbeth Kovacic, Veronika Merklein, Paula Pfoser (Studierende der Performance-Klasse, Akademie der bildenden Künste Wien)
www.bo-ring.net
bo-ring wurde von Virginie Bobin (Kuratorin, Paris) und Julia Kläring (Künstlerin, Wien) ins Leben gerufen um gemeinsam kuratorische Projekte umzusetzen. Seit 2009 dient die Website www.bo-ring.net als Plattform für Recherchen wie das Projekt Performing Memory, zum Verhältnis von Performance und Dokument und zur besonderen Rolle der Performance-Kunst in der Vermittlung von Geschichte/n und Wissen. Die Website enthält Materialien wie Interviews, Texte, Videos, etc. und dient der Vernetzung mit anderen Projekten. Performing Memory findet nun im Kunstraum Niederösterreich auch physisch Raum, in dem die Ergebnisse unserer Auseinandersetzung präsentiert und diskutiert werden.
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