Daniela Brugger, TRAKKATAKK, 2019, Foto: Zlatko Mićić © Daniela Brugger, TRAKKATAKK, 2019, Foto: Zlatko Mićić

Daniela Brugger, TRAKKATAKK, 2019, Foto: Zlatko Mićić

Daniela Brugger, TRAKKATAKK, 2019, Foto: Zlatko Mićić

© Daniela Brugger, TRAKKATAKK, 2019, Foto: Zlatko Mićić

SA, 08.02.2020, 13:00–17:00 Uhr

TRAKKATAKK

Performance-Workshop & Cloud Bar

Performance-Workshop von 13:00-15:30 Uhr
Öffentliche Cloud-Bar von 15:30–17:00 Uhr


Wir alle kennen das Unbehagen, das sich manchmal einstellt, wenn die Werbeangebote auf Social-Media-Plattformen zu passgenau werden: Schwangerschaftstest für Frauen im gebärfähigen Alter, einzelne Produkte aus Online-Shops, die wir gerade besucht haben, und manchmal sogar Produkte, von denen wir noch gar nicht wissen, dass wir sie brauchen. Die Spuren, die wir im Internet hinterlassen, sind für uns unsichtbar, haben aber reale Konsequenzen. Die zielgerichtete Produktwerbung scheint dabei noch die erträglichste Folge der Datennutzung.


In dem Performance-Workshop TRAKKATAKK geht die Künstlerin Daniela Brugger gemeinsam mit den Teilnehmenden Fragen von Sichtbarkeit und Unsichtbarkeit im Internet nach. TRAKKATAKK ist inspiriert von Cryptopartys, interpretiert mit künstlerischen Mitteln: ein Camp zur kreativen, digitalen Selbstverteidigung und ein Format zum Wissensaustausch. Cryptopartys finden weltweit statt und sind Veranstaltungen, bei denen Personen sich gegenseitig Wissen rund um Verschlüsselungstechniken beibringen. Daniela Brugger adaptiert das Austauschformat, um nicht nur Sichtbarkeit und Sicherheit im Internet zu thematisieren, sondern auch, um mit künstlerischen Methoden in konkrete Zusammenhänge zu intervenieren.


Für den Performance-Workshop von 13:00–15:30 Uhr wird aufgrund beschränkter Teilnehmer_innen-Anzahl um Anmeldung unter  gebeten.

Für die Cloud Bar von 15:30–17:00 Uhr, bei der auch unterschiedliche Relikte aus dem Workshop sowie Stationen zur digitalen Selbstverteidigung besucht werden können, ist keine Anmeldung nötig.


Die Künstlerin Daniela Brugger positioniert ihre Arbeit zwischen Kunstproduktion, Kollaboration, Kuratieren und Kunstvermittlung und versteht ihre Praxis als eine Form von Austausch. Sie hinterfragt gegebene Bedingungen und begreift informelle Wissensproduktion und -verbreitung als widerständige und solidarische Organisationsform. Sie ist Initiatorin von Who writes his_tory? – ein kollaboratives Schreibprojekt, welches die Reproduktion von Wissen und struktureller Diskriminierung im Internet und vor allem auf Wikipedia hinterfragt –, ist europäische Botschafterin von Art+Feminism und war von 2014 bis 2017 als Co-Leiterin des Ausstellungsraums Klingental in Basel tätig. Ihre Arbeit wurde mit Atelieraufenthalten in Berlin und Johannesburg sowie 2018 mit dem Kulturförderpreis der Stadt Basel prämiert.

Teilen

Mein Besuch

0 Einträge Eintrag

Voraussichtliche Besuchszeit

Liste senden