Molecular Sex, Production still 4K Video (c) Johanna Bruckner 2019 © Johanna Bruckner 2019

Molecular Sex, Production still 4K Video (c) Johanna Bruckner 2019

Molecular Sex, Production still 4K Video (c) Johanna Bruckner 2019

© Johanna Bruckner 2019

DO, 23.01.2020, 19:00 Uhr

Johanna Bruckner: Quantum Brittle Stars

Wir eröffnen das Programm 2020 mit Johanna Bruckners Blick auf ein drängendes Thema unserer Zeit: die Frage nach Empfindsamkeit und Empfindungsvermögen angesichts unseres immer enger werdenden Zusammenlebens mit digitalen Technologien.

Die Performance und Videoinstallation Quantum Brittle Stars zeigt Perspektiven auf den menschlichen Körper, auf Intimitäten und Gefühlswelten, die durch die fortwährende Transformation von Technologie erzeugt werden. Welche Modi von Begehren, welche Vorstellungen von Körperlichkeit und Interaktion sind angesichts eines immer engeren Zusammenlebens von Mensch und Technologie, von menschlichen und nicht-menschlichen Entitäten angemessen?
Die Interaktion zwischen menschlichen Performer_innen und filmisch festgehaltenen Sexrobotern wirft in der Performance Fragen zu Körperlichkeit, zu Normen und technodeterministischen Weltsichten auf. Welche Handlungsmöglichkeiten gibt es in einer technisierten Welt?
Zwei Performer_innen interagieren im Zuge der Performance und entwickeln Bewegungselemente, die an Situationen gegenseitiger Affinität erinnern; die Körper scheinen sich fluid und poetisch zu verbinden, dennoch bleiben ihre interaktiven Konstellationen polymorph. Die Performance & Videoinstallation wird durch ein komponiertes Klangstück begleitet, das die Performance strukturiert.

 

Johanna Bruckner, 1984 in Wien geboren, ist eine Künstlerin, deren Arbeiten international gezeigt werden. Einzelausstellungen und Performances: 57th Venedig Biennale (2019); Mamco, Museum of Modern and Contemporary Art, Genf (2019); Architektur Biennale, Venedig, Schweizer Pavillon (2018); Galerie EIGEN+ART Lab, Berlin (2018). Ausstellungsbeteiligungen: Deichtorhallen Hamburg, Sammlung Falckenberg (2018); Galerie Reflector Contemporary, Bern (2018); KW, Institute for Contemporary Art, Berlin (2017); Migros Museum für Gegenwartskunst, Zürich (2017); Villa Croce, Museum für zeitgenössische Kunst, Genua (2017); Kunsthaus Hamburg (2016); Kunstverein Harburger Bahnhof (2016); Manifesta 11; Cabaret Voltaire, Zürich (2016) und documenta 13.

Johanna Bruckner lehrte an verschiedenen Universitäten und Institutionen. Ihre Arbeit wurde mit zahlreichen Stipendien ausgezeichnet und für ein Fellowship an der Harvard University, Cambridge, USA, nominiert. Zurzeit ist sie Artist-in-Residence am Istituto Svizzeroam in Rom sowie an der Akademie Schloss Solitude und produziert  Arbeiten unter anderem für die transmediale 2020.

 

Mit freundlicher Unterstützung von Pro Helvetia, Schweizer Kulturstiftung.

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