Kunst Raum Niederösterreich

Vermittlung Aktuell

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Wie viel m² brauchen Ideen?


Die Ausstellung als Ort der Begegnung mit Kunstwerken scheint sich wesentlich zu verändern. Wir begegnen den Arbeiten und Texten nicht erst im Ausstellungsraum, sondern scrollen schon vorab durch installation shots, Pressetexte und Künstlerbiografien auf Webseiten und Kunstblogs. Inhalte und Ansichten sind also oft schon bekannt, wenn wir zum ersten Mal einen Fuß in den Raum setzen, in dem Ausstellungen gezeigt werden und die zugehörigen Informationen gedruckt aufliegen. Was ermöglicht uns das Anwesendsein in einem Raum mit den Arbeiten, mit der Ausstellung, mit anderen?

Es gibt Platz – nicht nur für die installierte Kunst, sondern für Besucherinnen und Besucher. Der Raum wird zum Ort des Aufeinandertreffens von verschiedensten Gegenständen – Bildern, temporär installierten Assemblagen, Performanceresten, architektonischen Eingriffen, Büchern und Zetteln – und Menschen mit verschiedenen Hintergründen: Zufallsbesucherinnen, Touristen, Mitarbeiterinnen, Schüler, Begleitpersonen, Studierende, Vernissagentrinker, Künstlerinnen, Kuratoren, Technikerinnen.

In diesen Konstellationen gibt es nicht nur ein mögliches oder richtiges Verhalten gegenüber den begegnenden Werken, Personen und der sogenannten Institution. Der Kunstraum steht offen für Treffen, Unterhaltung, Auseinandersetzung – nicht nur mit der ausgestellten Kunst, sondern auch mit ihren gesellschaftlichen und geschichtlichen Themen, mit ihren tragenden Strukturen, mit allen Involvierten und Beteiligten. Die ganze Bandbreite an Nutzungsmöglichkeiten des Kunstraums soll für alle Interessierten offenstehen.

Text: Barbara Reisinger, Sissi Makovec

Für nähere Informationen zu Programm, Projekten und Kooperationen wenden Sie sich bitte an:

Sissi Makovec
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