Kunst Raum Niederösterreich

Wie die sich wieder aufführen! 04 05 2017 19.00H - 22.00H

  © "Pig-Up (Sculpture I.)" - Julischka Stengele, 2008, Berlin, Foto: Julischka Stengele

Maßlos, unbeherrscht, undiszipliniert. Das soll Julischka Stengele sein? 
Stengele arbeitet mit ihrem Körper und widersetzt sich mit ihrer dramatischen Arbeit und Körperpräsenz diesen Zuordnungen.

Stengele stellt Podeste auf, auf denen sie sich selbst, aber auch die Zuschauer_innen positioniert, und durchbricht damit gewohnte (Blick-)Ordnungen: „Was kann ein unbekleideter, queerer, fettleibiger Künstlerinnenkörper im post-aktionistischen Wien noch, wieder oder überhaupt bedeuteten? […] Can I be naked and still get into the museum and get pay?“ (Julischka Stengele). Kuratorin Christiane Krejs überzeugte in Stengeles Arbeit, dass die Künstlerin Blickregimes und -hierarchien durchbricht und die stets brennende Frage „Was macht Kunst zur Kunst“ aktualisiert.

Die Künstlerin Maren Blume interessiert der Körper als Archiv. Sie sieht ihn als Speicher von Informationen, Emotionen, Theorien oder Geschichten. In ihrer Arbeit beschäftigt sie sich etwa mit der Theoretikerin Diana Taylor und ihrer Sicht des Körpers als „verkörpertes“ Wissen. Blumes künstlerische Position ist damit für den Kunstraum ein spannender Denkansatz zum Thema (Performance-)Archiv.

Kuratorin: Christiane Krejs