Kunst Raum Niederösterreich

Frame it. Über das Verhältnis von Aktion und Dokument 25 02 2016 18.30H - 22.00H 25 02 2016 18.30H - 21.00H

Bettina Kattinger: Messer (Detail)

Bettina Kattinger: Messer (Detail)  © Bettina Kattinger

Teilnehmende KünstlerInnen:
Ana Mendes, Iris Dittler, Bettina Kattinger, Andrej Polukord, Sööt/Zeyringer

 

Veranstaltung zur Archivierung von Performancekunst
Performance, Ausstellung, Vortrag und
Gespräch im Rahmen des Performanceschwerpunktes m e a n w h i l e ...

Die Ausstellung versammelt unterschiedliche performative Formate im Ausstellungsraum und verhandelt damit die Spanne zwischen performativer Äusserung, Ablage und Publikum. Gemeinsam mit einem Vortrag über das Forschungsmodell archiv performativ und der Gesprächsrunde, öffnet sie ein Diskussionsfeld für die Rezeption, Dokumentation und Tradierung von Performancekunst.
Die Performancekunst steht ein wenig zwischen den Stühlen, sie bildet eine Schnittmenge, spannt ein Feld auf vom Ausstellungsraum über die Bühne hin zum öffentlichen Raum. Der Ausstellungsraum bietet der Performance keine Blackbox im Sinne eines Theaters mit eindeutiger Front, Bestuhlung und Beleuchtung. Oft mangelt es an Platz für das Publikum, manchmal auch an Aufmerksamkeit des selbigen. Was aber sind denn die Qualitäten eines solchen Ortes für die Performancekunst? Welche Performances entstehen dort? Künstler_innen die in diesem Raum agieren, suchen nach anderen Formen als jener der Aufführungssituation. Der Prozess gewinnt an Bedeutung. Vom Konzept über die Probe zur Live-Performance, weiter zur Repräsentation in einem anderen Medium ... und wieder zum Anfang? Die Dokumentation gilt längst nicht mehr als reines Abspeichern und wieder Aufrufen eines Ereignisses. Viele Künstler_innen begreifen sie als wichtigen Teil ihrer Praxis und Ressource weiterführender Arbeiten. Gleichzeitig ist sie Grundlage für das Nacherzählen, das Weiterschreiben von Performancekunst, Basis für das Wissen über diese Kunstform. Das Artefakt ermöglicht den Zugang zu einem Werk, wenn die Aufführung längst beendet ist. Es dient als Hinweis, der eine performative Handlung vergegenwärtigen kann, indem er einen Rahmen für sie zeichnet. Das Dokument wird zum Einblick in das Davor und das Danach der Aktion, zum Einblick in die Verdichtung eines Prozesses.

to frame sth. = festlegen, formen, formulieren, gestalten, rahmen

Ausstellungsdauer: FR 26 02 2016 - SA 05 03 2016

Künstler_innen: Ana Mendes, Iris Dittler, Bettina Kattinger, Andrej Polukord, Sööt/Zeyringer
Konzept: Marlies Surtmann


Veranstaltungstermine:

25 02 2016, 18.30H: Vortrag von Pascale Grau, Gesprächsrunde mit Pascale Grau, Olivia Jaques (Moderation), Sabine Marte, Romy Rüegger und Angela Strohberger

MO 29 02 2016, 17.00H - 19.00H: Workshop mit Iris Dittler, Anmeldung unter: nina.kohlbauer@kunstraum.net