Gespräche zur Kunst im öffentlichen Raum: Nil Yalter

DO 15 11 2018, 18.30H

 

„….die politischen Ereignisse waren so stark, es war einfach nicht mehr möglich im Atelier zu sitzen und nicht daran teilzunehmen ….“ (Nil Yalter)

Was Nil Yalter in einem Gespräch über die Stimmung der Jahre um 1968 in Paris erzählt, könnte ein Zitat aus der Gegenwart sein. Wie verhält sich Kunst zu politischen Veränderungen? Mit welchen Strategien bringen sich Künstler_innen in die Diskussion ein?

Diese Fragen begleiten Nil Yalter in ihrer künstlerischen Karriere und sie wird immer wieder neu und unter anderen Vorzeichen beantworten. Die Stellung der Frau, Migration, die Lebensumstände der Arbeiter_innen sind Themen, die Nil Yalter mit unterschiedlichsten künstlerischen Methoden, die zwischen soziologischer Recherche, Ethnografie und kunstinternem radikalen Experimentierwillen changieren, immer neu aufgreift. Auch aktuell erleben wir in Europa einen Moment radikaler politischer Veränderungen. Aber im Gegensatz zur Aufbruchstimmung und dem Enthusiasmus der 68er sind wir mit einer neuen aggressiven Form von De-Demokratisierung konfrontiert, die die Kunst noch nicht schnell genug aus ihren Ateliers geholt hat. Eine Orientierung an Vorbildern in der Geschichte und eine Diskussion über Möglichkeiten sind so wichtig wie schon lange nicht mehr.

Die „Gespräche zur Kunst im öffentlichen Raum“ finden in Kooperation mit Kunst im öffentlichen Raum Niederösterreich statt.

Das Gespräch mit Nil Yalter ist Teil unseres diesjährigen Jubiläums "10 Jahre Performance".

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