Archiv für Performancekunst

Das Archiv

  • als Grundlage für die Erforschung von Performancekunst
  • als Zentrum für die Dokumentation und Archivierung zeitgenössischer Performancekunst
  • als Plattform für Diskurs und Wissenstransfer zwischen den Generationen
  • als Ort der Begegnung und Vermittlung
  • als Labor zur Erforschung von physischen Methoden der Fortschreibung 

Der Kunstraum Niederoesterreich ist darum bemüht, sein Archiv in naher Zukunft öffentlich zugänglich zu machen. Der Sammlungsschwerpunkt ergibt sich aus der Arbeit des Kunstraum und liegt auf jungen zeitgenössischen Positionen der Performancekunst: Dank der intensiven Auseinandersetzung mit Performance ist seit 2006 ein einzigartiger Bestand aus hunderten Video- und Fotodokumentationsmaterialien entstanden.

Die Dokumentations- und Archivierungstätigkeit des Kunstraum soll in den nächsten Jahren laufend weiterentwickelt und ausgebaut werden. Den Sammlungsschwerpunkt bilden performancebezogene Archivalien, von Skizzen, Notationen und Konzepten über Aufzeichnungen von Proben, Performances und Vermittlungsprojekten bis hin zu Augenzeugenberichten und Interviews.

Das Archiv für Performancekunst soll über eine Onlineplattform sowie eine Schnittstelle in der Besucher_innen-Lounge des Kunstraum Niederoesterreich zugänglich gemacht werden und ist als „lebendiges“ Archiv konzipiert: Die archivierten Objekte sollen immer wieder re-aktiviert werden, sei es in Form von künstlerischen Aneignungen, Re-Enactments, Re-Performances, diskursiven Formaten, Ausstellungen oder Forschungsprojekten. Diese Projekte werden in unterschiedlicher Form als Dokumente ihrerseits in das Archiv einfließen.

Das Archiv ist nicht nur Grundlage, sondern auch der Ort für Überlieferung, Vermittlung und Erforschung von Performancekunst. Als Plattform für Diskurs und Austausch lädt es zur aktiven Mitgestaltung der Wissensproduktion über diese Kunstform ein. Gleichzeitig dient es der wissenschaftlichen Grundlagenforschung im Bereich der Archiv- und Kulturwissenschaften.

Schwerpunkt der forschenden Auseinandersetzung ist der Körper als Archiv und Wissensspeicher. Performancekunst arbeitet mit der Präsenz der Körper, die Leitfrage, ob und in welcher Form Performancekunst über den Körper erhalten, erforscht und tradiert werden kann, soll mit wissenschaftlichen und künstlerischen Methoden erforscht werden.

Eine wichtige Rolle kommt dabei dem Austausch zwischen den Künstler_innengenerationen zu, da die Pionier_innen der Performancekunst heute noch in der persönlichen Begegnung erlebt und in den Wissensaustausch miteinbezogen werden können. Für die Forschungsarbeit im Archiv ist die internationale ebenso wie die regionale Vernetzung von essentieller Bedeutung, um auf den Erkenntnissen anderer Institutionen aufbauen und gemeinsam neue Standards entwickeln zu können.

Mein Besuch

0 Einträge Eintrag

Voraussichtliche Besuchszeit

Liste senden