Magic Gathering

 

FR 13 04 2018

14.00 – 17.00H Performance-Workshop Le streghe son tornate oder Activating the Archive mit Chantal Küng und Mara Züst

Kompliz_innen: Katharina Brandl, Elke Krasny, Daniela Hahn, Salome Stauffer, Ida Szigethy

17.30 – 18.30H Kuratorinnenführung mit Katharina Brandl und Daniela Brugger

19.00H Gespräch mit Renate Wöhrer, Chantal Küng und Mara Züst

ACHTUNG: Bitte am FR 13 04 2018 den Seiteneingang des Kunstraumes benutzen!

 

14.00 – 17.00H Performance-Workshop Le streghe son tornate oder Activating the Archive

Chantal Küng und Mara Züst arbeiten in “Le streghe son tornate or Activating the Archive” mit der Bibliothek von Doris Stauffer (1934-2017), Künstlerin, Aktivistin, Kunstvermittlerin, Journalistin und Zauberin. Im Sinne einer nicht-linearen Narration wird von feministischen Vielstimmigkeiten ausgegangen, die aus Doris Stauffers Bibliothek sprechen; die Bücher werden dabei als Materialisierungen gedacht, denen eine je eigene agency innewohnt, die eine Verbindung durch die Zeit hindurch möglich macht. Wie aber kann diese aktiviert werden, sodass Allianzen über die uns vertrauten generationellen und zeitlichen Logiken hinweg möglich werden?

Im Workshop wird mittels einer Aktivierung ausgewählter Bücher der Bibliothek von Doris Stauffer dieser Frage nachgegangen. Chantal Küng und Mara Züst entwickeln dazu gemeinsam mit eingeladenen Kompliz_innen unterschiedliche Aktualisierungen in Form von Lesungen, Performances, Erforschungen und Erzählungen.

Chantal Küng *1985 (Künstlerin, Kunstpädagogin, Forscherin:
www.chantalkueng.com)
Mara Züst *1976 (Künstlerin, Kunstvermittlerin, Forscherin: www.marazuest.net)
Kompliz_innen: Katharina Brandl, Elke Krasny, Daniela Hahn, Salome Stauffer, Ida Szigethy

Mit Anmeldung für alle Geschlechter und Altersgruppen offen, beschränkt auf 20 Teilnehmer_innen.
Um Anmeldung wird gebeten unter Weitere Informationen finden Sie unter der Ausstellungsseite Magic Circle


17.30 – 18.30H Kuratorinnenführung

mit Katharina Brandl und Daniela Brugger

19.00H Gespräch

refactoring performance - Doris Stauffer
ein Gespräch mit der Kunstwissenschaftlerin Renate Wöhrer und den Forscherinnen und Künstlerinnen Chantal Küng und Mara Züst

In den 60er- und 70er-Jahren entwickelt Doris Stauffer eine feministische, aktivistische, überindividuelle Gestaltungs- und Ausdrucksform, die damalige Werkbegriffe von Kunst weit hinter sich lässt und die sie zuerst an der F+F Schule für Gestaltung in Zürich, dann auch in eigenständigen Kursen weiterentwickelt, teilt und praktiziert.
Ihre Ideen zu einer fluiden, beweglichen Kunstform, die die Widersprüchlichkeiten und patriachalen Strukturen der Gesellschaft ohne Abstriche aufnehmen und produktiv umwerten und verwenden kann, scheinen heute genauso aktuell wie vor 50 Jahren - was das gegenwärtige, vermehrte Interesse an ihrer Arbeit auch zu bestätigen scheint.

Können wir so nahtlos an feministische Kunstpositionen der 60er und 70er anknüpfen? Befinden wir uns heute nicht in ganz anderen gesellschaftlichen Bedingungen, die wir mitreflektieren müssen, um nicht rein historisch und romantisierend auf diese Positionen zurückzugreifen?
Genauso ist es aber für feministische performative Kunstpraktiken enorm wertvoll, Vorgängerinnen zu kennen, mit ihnen in Austausch zu treten, sich auf eine Geschichte, eine Entwicklung zu beziehen. Wie können solche Bezugnahmen aussehen?
Die Schwierigkeiten, die allgemein in der Tradierung performativer Praktiken liegen, werden bei Positionen von Frauen, die sich dezidiert in alternativen Räumen und Kunstkontexten bewegten (und bewegen mussten, weil ihnen institutionelle Unterstützung nicht zur Verfügung stand), besonders deutlich.
Wie ist die Dokumentationslage und wie können wir Archivmaterial reaktivieren?

eine Gesprächsreihe konzipiert von Sissi Makovec

 

Anm. Unter refactoring wird das Eingliedern eines älteren, für die Weiterverwendung wichtigen Codes, in die durch die Zeit veränderte Umgebung verstanden. Diese Anpassung ermöglicht das Weiterverwenden der Information unter veränderten Bedingungen. Der Begriff wird vornehmlich in der Programmierung verwendet.

Renate Wöhrer ist Kunstwissenschaftlerin und beschäftigt sich mit dokumentarischen Kunstformen, der Kulturgeschichte von Dokumenten, Repräsentationen von Arbeit und Diversitätspolitiken. Aktuell ist sie wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität der Künste Berlin.

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