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Ausstellung

H13 2020:Julischka Stengele

 

Performance und Preisverleihung: DO, 03.09.2020
Einlass 19:00 Uhr , Beginn Performance: 19:30 Uhr

Ausstellung: FR, 04.09. – SA 12.09.2020
Artist Talk: SA, 12.09.2020, 13:00 Uhr

 

Der H13 Niederoesterreich Preis für Performance wird 2020 zum bereits 14. Mal vom Kunstraum Niederoesterreich vergeben. Ziel ist es, die Vielfalt der performativen Arbeiten von Künstler_innen in den Fokus zu rücken und dem interessierten Publikum zugänglich zu machen. Die Künstlerin Julischka Stengele ist die diesjährige Gewinnerin des H13 Niederoesterreich Preis für Performance. Neben der prämierten Performance und der Preisverleihung am 03.09.2020 wird das Projekt im Zuge einer begleitenden Ausstellung dokumentiert und erweitert, die von 04.09. – 12.09.2020 im Kunstraum Niederoesterreich gezeigt wird.

Ihr mit dem H13 Niederoesterreich Preis für Performance ausgezeichnetes Projekt BALLAST | EXISTENZ beschäftigt sich unter anderem damit, wie in Zeiten der Covid-19-Krise bestimmte Bevölkerungsgruppen als gesellschaftliche und wirtschaftliche Belastung dargestellt werden. Stengele setzt sich kritisch mit der medialen und realpolitischen Entwertung derjenigen auseinander, die dem derzeit erwünschten Leistungsbegriff nicht entsprechen. Sie zieht Parallelen zwischen dem faschistoiden Mythos vom gesunden, leistungsfähigen Körper und der permanenten Ausbeutung der Ressource Mensch in einer kapitalistischen Gesellschaft und verknüpft diese mit der aktuellen, von der Covid-19-Pandemie geprägten Situation. Denn die elementare Frage, die sich in Diskussionen über „Risikogruppen“ stellt, und die niemand direkt ansprechen will, lautet: Wer ist verzichtbar?

 

Die Künstlerin

Julischka Stengele lebt in Wien und betätigt sich international als Künstlerin, Performerin, Textproduzentin, Kulturschaffende und Kuratorin von Performancekunstveranstaltungen, sowie als Lehrende und in der freien Bildungsarbeit. Nach einer hauswirtschaftlichen Berufsausbildung in Karlsruhe studierte sie Design, Fotografie, Bildende Kunst, Performance, sowie Queer- und Genderstudies in Berlin, Helsinki und an der Akademie der bildenden Künste Wien (Mag. art. mit Auszeichnung, 2015). 

Stengele versteht ihr Kunstschaffen als gesellschaftliches Engagement. Ihre vielfältige Arbeit beschäftigt sich mit den Mechanismen und Auswirkungen gesellschaftlicher Machtverhältnisse, Stigmata und ideologischer Normierungen auf Körper und Geist, sowie Möglichkeiten zu deren Emanzipation mit den Mitteln der Kunst. Sie arbeitet mit unterschiedlichen Medien, jedoch vorwiegend im Bereich der performativen Kunst. Unter dem Titel leib&leben schreibt Stengele eine regelmäßige Kolumne für das feministische Magazin an.schläge.

Ihre Arbeiten wurden bereits in über 20 Ländern weltweit gezeigt und erhielten zahlreiche Anerkennungen, darunter u.a. das START-Stipendium für Bildende Kunst des Österreichischen Bundeskanzleramts (2016), das Norbert-Klassen-Stipendium und die BONE Performance Art-Residency in Bern (2017) und die ImPulsTanz TURBO Research-Residency (2019). Im September 2019 veranstaltete Stengele im Rahmen der Wienwoche das queere Performancefestival Femmes Against Fascism im Otto-Wagner-Spital.

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